Neue Grammatikmodelle
Verschiedene
Grammatiktheorien werden vorgestellet auf dem Hintergrund
ihrer historischen
Entwicklung. Anhand ausgewählter praxisrelevanter Phänomene
sollen die
Stärken und Schwächen der einzelnen Theorien herausgearbeitet
werden. Ziel der Veranstaltung ist es, den Studierenden der Germanistik
eine Entscheidungsgrundlage zu bieten, welche Theorie sich für
bestimmte
Anwendungen und den Einsatz in der Sprachverarbeitung eignet. Die
Beschäftigung mit der Grammatik des Deutschen soll unter dem
Aspekt ihrer Formalisierung gefördert werden.
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► 17.03.2008 (6 Unterrichtsstunden)
► 18.03.2008 (6 Unterrichtsstunden)
► 19.03.2008 (6 Unterrichtsstunden)
Formale
Grammatiktheorie
► 20.03.2008 (6 Unterrichtsstunden)
► 21.03.2008 (6 Unterrichtsstunden)
Kopfgesteuerte
Phrasenstrukturgrammatik
(engl. Head-driven
Phrase Structure Grammar, HPSG)
► 17.03.2008 (6 Unterrichtsstunden)
Allgemeinlinguistische Aspekte der deutschen Grammatik
Als theoretische Grundlage werden folgende für die
Syntax des Deutschen relevante Bereiche wiederholt bzw. eingeführt:
Konstituentenstruktur,
traditionelle syntaktische Funktionen der Satzglieder, Valenz und
Argumentstruktur, das topologische Feldermodell sowie die
X-bar-Theorie.
09:15–10:45 Übersicht
grammatischer Begriffe und Phänomene
11:15–12:45 Die traditionelle
Satzanalyse
14:15–15:45 Das topologische
Satzmodell
► 18.03.2008 (6 Unterrichtsstunden)
Grundmodelle und ihre Erweiterungen
Diskutiert
werden
unterschiedliche
Konzepte von Grammatik sowie Dimensionen der
Klassifikation von
Grammatikmodellen. Dabei werden wichtige
Eigenschaften von
Grammatikmodellen
thematisiert.
09:15–10:45 Grammatikbegriff
und Grammatikmodellierung11:15–12:45 Dependenzgrammatik;
Konstituenten-
bzw. Phrasenstrukturgrammatik;
Konstruktionsgrammatik
14:15–15:45 Mischformen der Grundmodelle
14:15–15:45 Mischformen der Grundmodelle
► 19.03.2008 (6 Unterrichtsstunden)
Formale
Grammatiktheorie
In den achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts entstanden
erstmals
Beschreibungsmodelle, die sowohl in der theoretischen Linguistik als
auch in
der maschinellen Sprachverarbeitung Verwendung finden. Die neueren
Grammatikmodelle der Sprachverarbeitung
stellen Grammatikformalismen für die Repräsentation des
grammatischen
Wissens zur Verfügung. Das sind formal definierte
Repräsentationssprachen mit
einer logisch fundierten Semantik.
Merkmalstrukturen bilden gegenwärtig einen Standardformalismus
zur Modellierung linguistischer Beschreibungen.
Der Formalismus stellt sehr flexible und einfach
zu handhabende Beschreibungsmechanismen zur Verfügung und eignet
sich deshalb
besonders als Entwicklungs- Experimentier- und Lehrwerkzeug.
Insbesondere im Bereich der Grammatikforschung wird er zur
Implementierung unterschiedlicher theoretischer Ansätze verwendet.
Wegen der weiten Verbreitung in diesem Gebiet setzt die
neuere Literatur zur Grammatikforschung die Kenntnis dieses
Formalismus im allgemeinen voraus.
09:15–10:45 Deklarative Grammatikformalismen
09:15–10:45 Deklarative Grammatikformalismen
► 20.03.2008 (6 Unterrichtsstunden)
Lexikalisch-Funktionale Grammatik
(engl. Lexical Functional Grammar, LFG)Die Lexikalisch Funktionale Grammatik (LFG) ist eine
Spielart
generativer Grammatiktheorien. Ihre Besonderheit
gegenüber anderen
liegt unter anderem darin, daß die verschiedenen Aspekte der
syntaktischen Struktur durch unterschiedliche, korrespondierende
Repräsentationen dargestellt werden: Die linearen und
hierarchischen
Relationen der Konstituenten in der C(onstituent)-Structure, die
funktionalen Relationen und grammatischen Merkmale in der
F(unctional)-Structure. Die Vorlesung gibt eine Einführung in die
Grundlagen der LFG (Regeln, Repräsentationen und deren
Wohlgeformtheitsbedingungen) und eine Darstellung grundlegender
Phänomene der Syntax des Deutschen im Rahmen der LFG.
09:15–10:45 Grundzüge
der
LFG
11:15–12:45 Anwendung
der LFG
auf das Deutsche
14:15–15:45 LFG
Beispielanalysen
► 21.03.2008 (6 Unterrichtsstunden)
Kopfgesteuerte
Phrasenstrukturgrammatik
(engl. Head-driven
Phrase Structure Grammar, HPSG)In der Kopfgesteuerten Phrasenstrukturgrammatik (HPSG) sind
alle linguistischen Einheiten durch Merkmalsstrukturen
repräsentiert, die in Anlehnung an Ferdinand de Saussure Zeichen
heissen und
Merkmale für die Kodierung von phonologischer, syntaktischer
und semantischer Information enthalten. HPSG ist stark lexikalisiert,
d.h. das Lexikon, welches mit Hilfe des Unifikationsformalismus in
einer
Vererbungshierarchie strukturiert ist, enthält einen grossen Teil
der
syntaktischen Information. Die Grammatik ist ebenfalls in Form von
Merkmalsstrukturen
repräsentiert, welche als Beschränkungen für die
linguistische
Wohlgeformtheit der Zeichen aufgefasst werden.
09:15–10:45 Grundzüge
der
HPSG11:15–12:45 Anwendung
der HPSG
auf das Deutsche
14:15–15:45 HPSG Beispielanalysen
►Leistungsnachweis: schriftliche
Abschlussprüfung
14:15–15:45 HPSG Beispielanalysen
►Leistungsnachweis: schriftliche
Abschlussprüfung
- Dauer: 2 Stunden
- Termin: Do 15.05.2008, 14–16 Uhr
- Ort: Raum 165
