About me

I am a computational linguist with a broad academic background and long-term experience in application-oriented research and consulting for European institutions. My current focus lies in computational modelling of Slavic languages, with special attention to multilingual and monolingual grammar engineering, machine translation, and dialogue design. I teach introductory, foundational and advanced courses in theoretical, computational and Slavic linguistics, with special attention to grammatical analysis and theory, linguistic typology, information structure, grammar formalisms, computer grammars, and computational lexicography.

Neue Grammatikmodelle

Verschiedene Grammatiktheorien  werden vorgestellet auf dem Hintergrund  ihrer historischen Entwicklung. Anhand ausgewählter praxisrelevanter Phänomene sollen die Stärken und Schwächen der einzelnen Theorien herausgearbeitet werden. Ziel der Veranstaltung ist es, den Studierenden der Germanistik eine Entscheidungsgrundlage zu bieten, welche Theorie sich für bestimmte Anwendungen und den Einsatz in der Sprachverarbeitung eignet. Die Beschäftigung mit der Grammatik des Deutschen soll unter dem Aspekt ihrer Formalisierung gefördert werden.

► 17.03.2008 (6 Unterrichtsstunden)

Allgemeinlinguistische Aspekte der deutschen Grammatik

Als theoretische Grundlage werden folgende für die Syntax des Deutschen relevante Bereiche wiederholt bzw. eingeführt: Konstituentenstruktur, traditionelle syntaktische Funktionen der Satzglieder, Valenz und Argumentstruktur, das topologische Feldermodell sowie die X-bar-Theorie.
09:15–10:45 Übersicht grammatischer Begriffe und Phänomene
11:15–12:45 Die traditionelle Satzanalyse
14:15–15:45 Das topologische Satzmodell

► 18.03.2008 (6 Unterrichtsstunden)

Grundmodelle und ihre Erweiterungen
Diskutiert werden unterschiedliche Konzepte von Grammatik sowie Dimensionen der Klassifikation von Grammatikmodellen. Dabei werden wichtige Eigenschaften von Grammatikmodellen thematisiert.
09:15–10:45 Grammatikbegriff und Grammatikmodellierung
11:15–12:45 Dependenzgrammatik; Konstituenten- bzw. Phrasenstrukturgrammatik; Konstruktionsgrammatik
14:15–15:45 Mischformen der Grundmodelle

► 19.03.2008 (6 Unterrichtsstunden)

Formale Grammatiktheorie

In den achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts entstanden erstmals Beschreibungsmodelle, die sowohl in der theoretischen Linguistik als auch in der maschinellen Sprachverarbeitung Verwendung finden. Die neueren Grammatikmodelle der Sprachverarbeitung stellen Grammatikformalismen für die Repräsentation des grammatischen Wissens zur Verfügung. Das sind formal definierte Repräsentationssprachen mit einer logisch fundierten Semantik. Merkmalstrukturen bilden gegenwärtig einen Standardformalismus zur Modellierung linguistischer Beschreibungen. Der Formalismus stellt sehr flexible und einfach zu handhabende Beschreibungsmechanismen zur Verfügung und eignet sich deshalb besonders als Entwicklungs- Experimentier- und Lehrwerkzeug. Insbesondere im Bereich der Grammatikforschung wird er zur Implementierung unterschiedlicher theoretischer Ansätze verwendet. Wegen der weiten Verbreitung in diesem Gebiet setzt die neuere Literatur zur Grammatikforschung die Kenntnis dieses Formalismus im allgemeinen voraus.
09:15–10:45 Deklarative Grammatikformalismen
11:15–12:45 Merkmale, Merkmalstrukturen, Unifikation
14:15–15:45
Unifikationsgrammatiken

► 20.03.2008 (6 Unterrichtsstunden)

Lexikalisch-Funktionale Grammatik

(engl. Lexical Functional Grammar, LFG)
Die Lexikalisch Funktionale Grammatik (LFG) ist eine Spielart generativer Grammatik­the­orien. Ihre Besonderheit gegenüber anderen liegt unter anderem darin, daß die verschiedenen Aspekte der syntaktischen Struktur durch unterschiedliche, korrespondierende Repräsen­tationen dargestellt werden: Die linearen und hierarchischen Relationen der Konstituenten in der C(onstituent)-Structure, die funktionalen Relationen und grammatischen Merkmale in der F(unctional)-Structure. Die Vorlesung gibt eine Einführung in die Grundlagen der LFG (Regeln, Repräsentationen und deren Wohlgeformtheitsbedingungen) und eine Darstellung grundlegender Phänomene der Syntax des Deutschen im Rahmen der LFG.
09:15–10:45 Grundzüge der LFG
14:15–15:45 LFG Beispielanalysen

► 21.03.2008 (6 Unterrichtsstunden)

Kopfgesteuerte Phrasenstrukturgrammatik

(engl. Head-driven Phrase Structure Grammar, HPSG)
In der Kopfgesteuerten Phrasenstrukturgrammatik (HPSG) sind alle linguistischen Einheiten durch Merkmalsstrukturen repräsentiert, die in Anlehnung an Ferdinand de Saussure Zeichen heissen und Merkmale für die Kodierung von phonologischer, syntaktischer und semantischer Information enthalten. HPSG ist stark lexikalisiert, d.h. das Lexikon, welches mit Hilfe des Unifikationsformalismus in einer Vererbungshierarchie strukturiert ist, enthält einen grossen Teil der syntaktischen Information. Die Grammatik ist ebenfalls in Form von Merkmalsstrukturen repräsentiert, welche als Beschränkungen für die linguistische Wohlgeformtheit der Zeichen aufgefasst werden.
09:15–10:45 Grundzüge der HPSG
11:15–12:45 Anwendung der HPSG auf das Deutsche
14:15–15:45 HPSG Beispielanalysen

Leistungsnachweis: schriftliche Abschlussprüfung

  • Dauer: 2 Stunden
  • Termin: Do 15.05.2008, 14–16 Uhr
  • Ort: Raum 165

Home@DFKI


Home@CoLi




Blockkurs

17.03.-21.03.2008

Lehrstuhl für Germanistik und Skandinavistik

Universität "St. Kliment Ochridski" Sofia

Fakultät für Кlassische und Neue Philologien


Teilnehmer-Forum

Literatur & Links


Klausurvorbereitung