Sprachkurse

Wer seinen linguistischen (und auch kulturellen) Horizont erweitern will, ist gut beraten, während des Studiums einen der vielen in Saarbrücken angebotenen Sprachkurse zu besuchen. Traditionell erfreuen sich die Kurse zum Japanischen bei den UdS-Computerlinguisten großer Beliebtheit. Da das Japanlektorat der Universität des Saarlandes (unter der Leitung von Hideki Yamaguchi) in der Computerlinguistik angesiedelt ist, wurden die Japanisch-Kurse an die Studienpläne des Coli-Bachelor-Studiengangs angepasst, so dass ein reibungsloses Belegen der Sprachkurse (welche statt des Nebenfachs im Bachelor angerechnet werden können) möglich ist. Die Sprachkurse finden während der Vorlesungszeit zweimal wöchentlich statt und werden mit einer Klausur abgeschlossen (in den späteren Kursen getrennt in eine Sprach- und eine Grammatikübung mit je eigenen Klausuren). Neben der Prüfungsleistung fließen Hausaufgaben und Wiederholungstests in die abschließende Note mit ein. Sollte eine Prüfung nicht bestanden werden, kann auch in den Semesterferien ein (allerdings kostenpflichtiger) Intensivkurs belegt werden, welcher den Stoff gleich mehrerer Semester abdeckt und direkt zur Teilnahme an höheren Kursen berechtigt. Obwohl (oder gerade weil) Japanisch eine relativ schwierige Sprache ist, sind die Kurse in einem angenehmen Lerntempo gehalten und dadurch trotzdem für jedermann machbar. Kursbegleitend werden die Lehrbücher der Reihe Japanisch im Sauseschritt verwendet, welche in der Regel in der Bock & Seip-Filiale auf dem Campus in kleineren Mengen vorrätig sind. Oftmals bieten Teilnehmer aus höheren Kursen auch freiwillige Tutorien für niedrigere Kurse an, welche gut zum Wiederholen, für weiterführende Fragen oder das Lernen der Vornamen der Mitschüler (wer einen der Sprachkurse besucht, wird wissen, was ich meine ;) ) geeignet sind.

Wer nicht nur an der japanischen Sprache interessiert ist, sondern auch an der Kultur dieses Landes, der hat die Möglichkeit über mehrere Semester verteilt zusätzlich an verschiedenen Seminaren zu Themen wie Mangas & Animes, japanischer Schrift oder japanischer Geschichte teilzunehmen. Zudem finden regelmäßig Studentenaustausche statt, die es bereits früh ermöglichen, Tandempartner und Freunde aus Japan zu finden, um die Sprachkenntnisse weiter auszubauen und mehr über eine interessante Kultur zu lernen.

Kann ich mich schon vor dem ersten Kurs vorbereiten?

Besonders Fleißige können sich den Einstieg in die Kurse zudem erleichtern, indem sie sich schon vorher mit einer der größten Hürden beim Lernen befassen – der Schrift. Das Japanische verwendet insgesamt 3 verschiedene Schriftzeichensysteme: Die eher runden Hiragana, die etwas kantigeren Katakana und die sogenannten Kanji, die auch in China benutzt werden. Dabei ist wichtig zu wissen, dass Hiragana und Katakana (anders als das lateinische Alphabet) keine einzelnen Buchstaben, sondern ganze Silben und die Kanji sogar ganze Wörter wiedergeben. Alle drei Schriftsysteme werden selbstverständlich in den Kursen gelehrt, aber wer sich ein wenig Druck beim Lernen im Semester nehmen will, kann sich bereits vorher mit den Hiragana, die anfangs ausschließlich benutzt werden, befassen, was auch im Internet ganz gut funktioniert (z.B. hier).